Wie sinnvoll ist ein Pulsoximeter?
Ein Pulsoximeter misst die Sauerstoffsättigung im Blut. Dies kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein - sowohl bei Erkrankten als auch bei Gesunden. Vor allem bei Personen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale, chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder anderer Lungenerkrankungen kann der Einsatz eines Pulsoximeters als Hinweis auf mögliche
Veränderungen der Sauerstoffsättigung sinnvoll sein, um frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Für Gesunde eignet sich ein solches Messgerät unter extremen Bedingungen wie zum Beispiel beim Alpinsport oder Flugsport, wo eine verringerte Sauerstoffsättigung im Blut verschiedene gesundheitliche Probleme zur Folge haben kann.
Wie wird die Sauerstoffsättigung gemessen?
Der Pulsoximeter misst die Sauerstoffsättigung anhand des Blutfarbstoffs. Dieser hat je nach Sauerstoffgehalt eine andere Farbe und absorbiert eine unterschiedliche Menge bzw. Art Licht. Ist der Blutfarbstoff gesättigt, das heißt mit Sauerstoff beladen, ist er hellrot und absorbiert hauptsächlich rotes Licht, während er im ungesättigten Zustand eher dunkelrot bis bläulich erscheint und infrarotes Licht absorbiert. Das Gerät nimmt die Messung völlig schmerzfrei am Finger (oder am Ohrläppchen) vor, ermittelt dabei, wie viel und welches Licht das Gewebe durchdringt und errechnet anhand dessen die Sauerstoffsättigung.
Was ist die normale Sauerstoffsättigung?
Bei gesunden Menschen liegt die normale Sauerstoffsättigung zwischen 94 und 99 %. Diese bleibt im Idealfall auch unter Anstrengung in diesem Bereich.
Was sagt der Perfusionsindex aus?
Der Perfusionsindex (auch Pulsmodulationsindex) gibt an, wie viel Blut innerhalb einer vorgegebenen Zeit durch eine bestimmte Körperstelle, an der sich der Sensor befindet (z. B. Finger), fließt. Je nach Stelle der Messung, Pulshöhe, körperlichem Zustand sowie individuellen Faktoren kann er zwischen 0,02 und 20 % variieren.
Wie genau sind Pulsoximeter?
Innerhalb eines Sättigungsbereichs von 80 bis 100 % gelten genormte und zertifizierte Geräte als sehr genau. Die Abweichungen bei diesen Geräten liegen bei der Messung der Sauerstoffsättigung bei maximal 2 %, bei der Messung des Perfusionsindexes bei höchstens 1 %. Bei der Pulsmessung ist davon auszugehen, dass mögliche Abweichungen nicht größer sind als +/- 2 Schläge pro Minute (im niedrigen Pulsbereich) bzw. 2 % (im höheren Pulsbereich). Voraussetzung für möglichst genaue Werte ist, dass die Messung in Ruhe und ohne Bewegung vorgenommen wird.